Lexikon
  • Die militärischen Erfolge der französischen Armee sind vor allem auf General Napoleon Bonaparte zurückzuführen, der 1799 die Staatmacht ergriff und 1804 Kaiser von Frankreich wurdeDie militärischen Erfolge der französischen Armee sind vor allem auf General Napoleon Bonaparte zurückzuführen, der 1799 die Staatmacht ergriff und 1804 Kaiser von Frankreich wurde
  • In der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 musste sich Preußen gegenüber Frankreich geschlagen geben und verlor die Hälfte seines Territoriums. Dies veranlasste die Staatsführung zu den Preußischen Reformen, die das Militär leistungsfähiger machen solltenIn der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 musste sich Preußen gegenüber Frankreich geschlagen geben und verlor die Hälfte seines Territoriums. Dies veranlasste die Staatsführung zu den Preußischen Reformen, die das Militär leistungsfähiger machen sollten
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  • Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 beendete Napoleons Vorherrschaft über Europa. Ein Jahr später verhandelten Europas Monarchen auf dem Wiener Kongress über eine friedliche NeuordnungDie Völkerschlacht bei Leipzig 1813 beendete Napoleons Vorherrschaft über Europa. Ein Jahr später verhandelten Europas Monarchen auf dem Wiener Kongress über eine friedliche Neuordnung

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Quellenverweise

Koalitionskriege

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Zwischen 1792 und 1815 befand sich Frankreich mit wechselnden Koalitionen mehrerer europäischer Großmächte in einem Krieg. Anlass für diesen kriegerischen Dauerkonflikt war die Französische Revolution, die in Frankreich die Ideale von Menschenrechten, Freiheit und Nation durchgesetzt hatte. Europas Monarchien fühlten sich von diesen Ereignissen bedroht und verbündeten sich gegen die französische Armee, die durch General Napoleon Bonaparte große Teile Europas eroberte.

Pillnitzer Deklaration

1791 entschlossen sich Österreich und Preußen in der Pillnitzer Deklaration zu einem gemeinsamen Bündnis gegen Frankreich. Dieser Koalition schlossen sich wenig später u.a. Großbritannien, Spanien und Neapel an. Frankreich reagierte auf dieses Vorgehen am 20. April 1792 mit einer Kriegserklärung, die den Ersten Koalitionskrieg einleitete. Die französische Armee konnte das linke Rheinufer annektieren und den Krieg 1797 größtenteils für sich entscheiden. Diese Umstände führten 1799 zum Ausbruch des Zweiten Koalitionskrieges, in dem sich Großbritannien, Österreich, Russland, Portugal, Neapel, das Osmanische Reich und der Kirchenstaat zusammenschlossen. In diesem Jahr erlangte General Napoleon Bonaparte die Führung des französischen Staates. Die Koalitionskriege werden seit 1799 daher Napoleonische Kriege genannt.1

Frieden von Lunèville

Der Zweite Koalitionskrieg führte zu einem klaren Sieg Frankreichs. Letztlich bestand die Koalition 1801 nur noch aus Österreich. Am 9. Februar 1801 wurde der Krieg mit dem  Frieden von Luneville beendet. Darin wurde der französische Besitz über die annektierten linksrheinischen Gebiete bestätigt. Die Niederlande und Schweiz blieben besetzt. Unterdessen baute Napoleon seine Macht in Frankreich weiter aus und ließ sich 1804 zum Kaiser ausrufen. 1805 brach der Dritte Koalitionskrieg aus. Frankreich kämpfte nun gegen Österreich, Großbritannien, Russland und Schweden. Am 9. August 1805 annektierte Napoleon Genua und ließ sich zum König von Italien ausrufen. Auch die dritte Koalition musste sich der Übermacht der französischen Armee beugen und den Krieg 1806 beenden.2

Schlacht bei Jena und Auerstedt

Napoleons militärischen Erfolge zwangen Preußen, Russland, Großbritannien und Schweden 1806/07 zu einer vierten Koalition. Napoleon hatte im Juli 1806 seine Vormachtstellung mit einem Militärbündnis, dem Rheinbund, abgesichert. Die dem beigetretenen deutschen Staaten erklärten ihren Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich und waren Napoleon zu militärischer Unterstützung verpflichtet. Der Rheinbund funktionierte als eine Arte „Pufferzone“ und „Bollwerk“ gegen Europas Großmächte. Preußen erlitt gegen Frankreich in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 eine schwere Niederlage. Es zog sich aus dem Krieg zurück und führte eine umfassende innenpolitische Modernisierung herbei [Preußische Reformen]. In dem Frieden von Tilsit 1807 verlor Preußen die Hälfte seines Territoriums und wurde teils von französischen Truppen besetzt. Am 21. November 1806 entschloss sich Napoleon zu einer Kontinentalsperre gegen Großbritannien, das er mit dieser Wirtschaftsblockade einzudämmen versuchte. Auch in Spanien breitete Frankreich seine Herrschaft aus: dort erhob Napoleon 1808 seinen Bruder Joseph zum König. Es begann ein langjähriger spanischer Widerstandskampf, der von den Briten unterstützt wurde.3

Völkerschlacht bei Leipzig

Nachdem auch der Fünfte Koalitionskrieg 1809 keine Erfolge gegen Frankreich erbrachte, kam es 1812 zur Wende: Napoleon scheiterte bei seinem Russlandfeldzug an den eisigen Temperaturen und musste große Truppenverluste hinnehmen. Am 21. Juni 1813 verlor er die Macht über Spanien. Preußen, Österreich, Russland, Schweden und Großbritannien verbündeten sich nun in einer sechsten Koalition gegen Frankreich. Symbolträchtig für Napoleons Untergang war die Völkerschlacht bei Leipzig 1813, die zum Ende der französischen Vorherrschaft in Europa führte und den Rheinbund auflöste [Befreiungskriege]. Napoleon wurde am 6. April 1814 zur Abdankung gezwungen und auf die Elba verbannt. Auf seine Rückkehr und Herrschaft der 100 Tage reagierten die Großmächte mit der Schlacht bei Waterloo 1815, die zum Ende der Koalitionskriege führte. Auf dem Wiener Kongress 1814/15 verhandelten Europas Monarchen über einen dauerhaften Frieden und die Wiederherstellung der alten Ordnung. Die Zeit der Restauration begann.4






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1792 - 1815


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