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Quellenverweise

Nürnberger Prozesse

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Für die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg sollten die Verantwortlichen der NSDAP, SS und Wehrmacht in den Nürnberger Prozessen verurteilt werden. Diesbezüglich richteten die vier Besatzungsmächte zwischen November 1945 und Oktober 1946 einen Internationalen Militärgerichtshof ein. Danach gab es bis 1949 in Nürnberg weitere zwölf Nachfolgeprozesse, die allein vom US-amerikanischen Militärgerichtshof veranstaltet wurden.

Vorgeschichte

Bereits vor der Kapitulation des Deutschen Reiches 1945 hatten sich die Alliierten darauf geeinigt, die Kriegsverbrechen der NSDAP, SS und Wehrmacht strafrechtlich zu ahnden. Dies wurde in der Moskauer Deklaration vom 30. Oktober 1943 festgeschrieben. Für die Sammlung von Beweismaterial gründeten die Alliierten die United Nations War Crimes Commission. In der Nachkriegszeit und der Besetzung des Deutschen Reiches legten sich die Siegermächte im Londoner Viermächte-Abkommen darauf fest, einen Internationalen Militärgerichtshof für die Hauptkriegsverbrecher einzurichten.1

Nürnberger Prozesse

Die Prozesse gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher fanden vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg vom 20. November 1945 bis 1. Oktober 1946 statt. Dafür wurden erstmalig Vertreter eines souveränen Staates für ihr Handeln bestraft. Unter den Anklagepunkten fielen unter anderem Verbrechen gegen den Frieden, gegen Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Zu den 24 Hauptkriegsverbrechern des „Dritten Reichs“ zählten neben einigen anderen Hermann Göring, Rudolf Heß und Joachim von Ribbentrop. Die meisten der Angeklagten erhielten die Todesstrafe. Andere populäre NSDAP-Funktionäre wie Adolf Hitler, Joseph Goebbels und Heinrich Himmler waren zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Nach den Prozessen gegen die Hauptkriegsverbrecher fanden bis 1949 in Nürnberg zwölf weitere Nachfolgeprozesse gegen Ärzte, Juristen, Mitglieder von SS und Polizei und Minister statt. Diese wurden unter Verantwortung des US-amerikanischen Militärgerichtshofs geführt.2

Folgen

Das im Vorfeld der Nürnberger Prozesse vom Alliierten Kontrollrat ausgearbeitete Londoner Statut wurde 1945 zur Grundlage des Völkerrechts. Nach Beendigung des Internationalen Militärgerichtshofes wurde die Entnazifizierung in allen Besatzungszonen unterschiedlich durchgeführt. Der beginnende Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion führte dazu, dass die Strafverfolgung in den westlichen Besatzungszonen eher milde stattfand. Nach der deutschen Teilung in BRD und DDR spielte die strafrechtliche Verfolgung der NS-Kriegsverbrecher keine nennenswerte Rolle mehr.3






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