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Sputnik-Schock

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Als die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 den ersten künstlichen Erdsatelliten Sputnik 1 ins Weltall schoss, waren die USA und westliche Welt schockiert. Dieses Ereignis demonstrierte, dass die Sowjetunion den USA in der Raumfahrt technologisch überlegen war. Der Sputnik-Schock führte im Westen zu umfassenden Reformen in Technologie, Rüstung und Bildung.

Vorgeschichte

Seit Beginn des Kalten Krieges standen sich USA und Sowjetunion mit unvereinbaren Ideologien gegenüber. Während die USA Kapitalismus und freiheitliche Demokratie betonten, sah die Sowjetunion den Kommunismus und Planwirtschaft als das bessere System an. Der Ost/West-Konflikt erreichte in den 1950er Jahren auch die Raumfahrttechnik. Zwischen beiden Supermächten kam es zum sogenannten Wettlauf ins All. Sie versuchten die eigene technische Überlegenheit zu beweisen und einen militärischen Vorsprung zu erlangen. Bis 1957 war der Westen fest davon überzeugt, dass die USA der Sowjetunion in allen Bereichen überlegen sei. Dies änderte jedoch der Sputnik-Schock.1

Sputnik-Schock

Am 4. Oktober 1957 wurde der Erdsatellit Sputnik 1 von der Sowjetion erfolgreich ins Weltall geschossen. Dies machte der Weltöffentlichkeit nicht nur deutlich, dass die Sowjetunion den USA in der Raumfahrttechnik überlegen war. Der Sputnik-Start demonstrierte auch die Weitreiche von sowjetischen Raketen. Den USA wurde offensichtlich, dass sie technologisch hinterherhinkten und angreifbar waren. US-Präsident Eisenhower nahm dieses Ereignis zum Anlass, das amerikanische Bildungssystem zu reformieren. Die Umstrukturierungen sollten mehr Menschen zukünftig an Bildung teilhaben lassen, um mehr Ingenieure ausbilden zu können.2

Folgen

Nach dem Sputnik-Schock investierten die USA und westliche Welt verstärkt in ihre Bildungssysteme und integrierten folglich auch die bildungsfernen Schichten. Besonders gefördert wurden die Fächer Mathematik, Chemie und Physik. Diese Maßnahmen sollten den technologisch-naturwissenschaftlichen Rückschritt der USA gegenüber der Sowjetunion aufholen. Die USA gründeten für ihre Raumfahrttechnik 1958 die NASA und schossen neben eigenen Satelliten auch Astronauten ins All. Den Höhepunkt dieses „Wettlaufs ins All“ markierte 1969 die Mondlandung, als Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat.3






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