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Sturm auf die Tuilerien

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Der Sturm auf die Tuilerien am 10. August 1792 leitete das Ende der Monarchie in Frankreich ein. König Ludwig XVI. sah sich zur Flucht zur Nationalversammlung gezwungen, wurde dort festgenommen und endgültig entmachtet. Frankreich wurde nach diesem Ereignis zu einer Republik unter Herrschaft der Jakobiner, die das Land in Terror und Unterdrückung führten. Damit begann die radikale Phase der Französischen Revolution.

Vorgeschichte

König Ludwig XVI. hatte im Oktober 1789 seinen Wohnsitz vom Schloss in Versailles in den Tuilerienpalast in Paris verlegt. Gründe dafür waren die Ereignisse der vorherigen Monate, in denen sich der Dritte Stand zur Nationalversammlung erklärt [Ballhausschwur] hatte und dort die Abschaffung des Feudalystems sowie die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte verkündete. Der Sturm auf die Bastille hatte darüber hinaus zu einer Radikalisierung der Revolution geführt und den König zum Tuilerienpalast bewegt. Als er am 20. Juni 1791 einen Fluchtversuch unternahm, geriet er zunehmend unter Druck. Er wurde dazu gezwungen, der vorbereiteten französischen Verfassung im September 1791 unter Eid zuzustimmen. Es bildeten sich nun politische Fraktionen mit unterschiedlichen Zielen – die Feuillants, Girondisten und Jakobiner.1

Verlauf

Das revolutionäre Frankreich erklärte Österreich im April 1792 den Krieg. Österreich und andere Monarchien versuchten die Revolution in Frankreich wieder rückgängig zu machen [Koalitionskriege]. Als am 1. August 1792 das Manifest des Herzogs von Braunschweig bekannt wurde und dieser die französischen Truppen zur widerstandslosen Unterwerfung aufforderte, kam es zu einer breiten Volksbewaffnung. Innerhalb der Revolutionsbewegung nutzten die radikalen Jakobiner unter Anführung Robespierres die anarchischen Zustände aus. Die protestierenden und bewaffneten Sansculotten drängten vor den Tuilerienpalast, der von der Schweizer Garde und Nationalgardisten beschützt wurde. In der Nacht zum 10. August 1792 stürmten die Aufständischen den Palast. König Ludwig XVI. suchte Schutz in der Nationalversammlung. Dort geriet er in Gefangenschaft.2

Folgen

Die Entmachtung Ludwigs XVI. führte die Französische Revolution in die radikale Phase. Wenige Wochen später folgten die Septembermorde. Am 20. September 1792 wurde der Nationalkonvent eingerichtet, in dem die radikalen Jakobiner zunehmend die Kontrolle übernahmen. Unter Anführung Robespierres errichteten diese eine Schreckensherrschaft, in der politische Gegner verfolgt, verhaftet und hingerichtet wurden. Der Sturm auf die Tuilerien markierte das Ende der gemäßigten Phase der Revolution, an deren Ende die Einführung einer Republik stand. Das Großbürgertum geriet in den Hintergrund, die Macht übernahmen nun die Anhänger der städtischen Unterschicht – die Jakobiner.3






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