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  • Beim Tonkin-Zwischenfall werden US-amerikanische Kriegsschiffe von Nordvietnamesen attackiert (1964)Beim Tonkin-Zwischenfall werden US-amerikanische Kriegsschiffe von Nordvietnamesen attackiert (1964)
  • US-Präsident Johnson erklärt den amerikanischen Kriegseintritt in VietnamUS-Präsident Johnson erklärt den amerikanischen Kriegseintritt in Vietnam
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Vietnamkrieg

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In Vietnam mussten sich die USA erstmals militärisch geschlagen geben. Zwischen 1964 und 1973 beteiligten sie sich an einem weiteren Stellvertreterkrieg, durch den die US-Regierung den Rückhalt der Bevölkerung verlieren sollte. Der unerwartet starke Widerstand der Kommunisten veranlasste die Amerikaner letztlich dazu, Vietnam zu verlassen.

Indochina-Krieg

Im Zweiten Weltkrieg forderten die USA Vietnam auf, sich gegen die japanischen Besatzer zu widersetzen. Dafür wurde ihnen die Unabhängigkeit eines eigenen Staates versprochen. Doch nachdem sich der Kalte Krieg gegen die Sowjetunion ausgebreitet hatte, ging es für die USA nur noch um eins: Die Eindämmung des weltweiten Kommunismus. Die Franzosen wollten Vietnam wieder als Kolonie erlangen, wodurch 1946 der Indochina-Krieg ausgelöst wurde. Da die USA mit den Franzosen verbündet waren, begannen sie nun mit ihrer Intervention in Vietnam. Der Kolonialkrieg entwickelte sich zum Kampf gegen den Kommunismus1.

Tonkin-Zwischenfall

1954 endete die französische Kolonialherrschaft. Die Konferenz in Genf beschloss die Teilung Vietnams in zwei Staaten: Im Norden herrschte Kommunismus, während die USA in Südvietnam mit Diem einen Herrscher aus dem amerikanischen Exil einsetzten. Seine Aufgabe lag darin, ein Bollwerk gegen die nordvietnamesischen Kommunisten aufzubauen. 1964 kam es zu einer folgenreichen Wende. Beim Tonkin-Zwischenfall griffen Nordvietnamesen ein amerikanisches Kriegsschiff an. US-Präsident Johnson reagierte sofort und verkündete einen militärischen Eingriff der USA, um Südvietnam zu unterstützen. Da der Widerstand der Kommunisten aber nicht gebrochen werden konnte, wurden Kampftruppen und Luftangriffe verstärkt2. Hier geht es zum ganzen Artikel über den Tonkin-Zwischenfall.

Nixon als neuer Präsident

1968 kam es zum unerwarteten Rückschlag der Kommunisten gegen Südvietnam. Die Lage schien aussichtslos und der Krieg in der US-Bevölkerung sehr umstritten. Sie hatte das Vertrauen in Präsident Johnson verloren. Unter diesen Umständen wurde Nixon neuer US-Präsident. Indem er das Ende des Vietnamkriegs versprach, hatte er zuvor seine Wahl gewonnen. Doch Waffenruhe gab es noch längst nicht. Immer wieder kam es zu Gegenschlägen, auf die Nixon militärisch reagierte. Die amerikanischen Soldaten waren aber moralisch am Ende. Die Beendigung des Kriegs schien nun als die einzig sinnvolle Lösung3.

Friedensverhandlungen

1972 verhandelte Nixon mit der Sowjetunion und China, die als Unterstützer des kommunistischen Nordvietnam galten. Neben diesen Friedensgesprächen wurde der Krieg aber dennoch fortgeführt. Schließlich legten die USA 1973 einen Waffenstillstand in Paris fest. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass die Nordvietnamesen den Krieg beendeten. Sie belagerten letztlich Saigon. Ganz Vietnam war nun unter kommunistischer Herrschaft gestellt. Das Ziel der USA war total verfehlt. Die Siegesparaden der Soldaten nach ihrer Rückkehr blieben aus. Nixon trat 1974 als US-Präsident zurück4. Nachdem 2005 Geheimakten der NSA über den Vietnamkieg veröffentlicht wurden, stellte sich heraus, dass der Krieg durch eine bewusste Falschmeldung über den Tonkin-Zwischenfall an Präsident Johnson begann. Daher ist der militärische Eingriff der USA in einem kritischem Licht zu beurteilen. Hier geht es zur Kuba-Krise.






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