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  • In der Revolution 1848/49 konnte sich erstmals eine Arbeiterbewegung formierenIn der Revolution 1848/49 konnte sich erstmals eine Arbeiterbewegung formieren
  • Durch das Sozialistengesetz wollte Reichskanzler Bismarck den Zulauf zur Sozialdemokratie verhindernDurch das Sozialistengesetz wollte Reichskanzler Bismarck den Zulauf zur Sozialdemokratie verhindern
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  • Friedrich Ebert wurde 1919 erster Reichskanzler der Weimarer RepublikFriedrich Ebert wurde 1919 erster Reichskanzler der Weimarer Republik
  • Willy Brandt machte die Bundesrepublik weltoffener und verbesserte die Beziehungen zur DDRWilly Brandt machte die Bundesrepublik weltoffener und verbesserte die Beziehungen zur DDR

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Quellenverweise

Geschichte der SPD

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Die Geschichte der SPD reicht bis in die Freiheitskämpfe der Revolution 1848/49 zurück. Zu damaliger Zeit war Deutschland kein föderaler Nationalstaat, sondern bestand aus vielen Einzelstaaten. Das Oberhaupt über dieses Staatenbündnis besaß der preußische König Friedrich Wilhelm IV. Im Frühjahr 1848 entwickelte sich die Kritik an der sozialen Ungerechtigkeit zwischen Adel und Arbeitern zu einer europaweiten Revolution. Es formierte sich erstmalig eine Arbeiterbewegung, die demokratisches Wahlrecht und einen sozialen Ausgleich anstrebte1.

Allgemeine deutsche Arbeiterverbrüderung

Am 18. Mai 1848 tagte das erste frei gewählte Parlament in der Frankfurter Paulskirche. Derweil schloss sich die Arbeiterschaft in der Allgemeinen deutschen Arbeiterverbrüderung zusammen. Es war eine eigenständige politische Organisation, die sich für soziale Reformen zugunsten der Unterschicht einsetzte. Da Preußens König Friedrich Wilhelm IV. 1849 die ihm angebotene Kaiserwürde ablehnte und seine Truppen das Parlament unter Waffengewalt auflösten, wurden alle gegründeten Arbeitervereine wieder verboten2.

Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei

Doch die Forderungen nach Freiheit, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit wurden nach 1849 immer lauter. Da eine erneute Parteigründung vielerorts begrüßt wurde, gründete sich 1863 der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein. Ziele waren allgemeines, gleiches Wahlrecht und die Gleichberechtigung der Arbeiterschaft. Aufgrund interner Divergenzen stand die Partei in Konkurrenz mit der SDAP. Nach der Wirtschaftskrise von 1873 wurde die Partei in die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands unbenannt. Im neu gegründeten Kaiserreich sah Reichskanzler Bismarck in der SAP die größte Gefahr für die Erhaltung seiner monarchistischen Staatsordnung. Deswegen nahm er 1878 zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm I. dazu zum Anlass, ein sogenanntes Sozialistengesetz gegen die Sozialdemokraten zu verabschieden. Der Einfluss der Arbeiterbewegung in Politik und Gesellschaft konnte dennoch nicht unterbunden werden. Sie gewann bis 1918 immer mehr an Zulauf3.

Ära der Weimarer Republik

Im Herbst 1918 zeichnete sich deutlich ab, dass Deutschland den Ersten Weltkrieg verlieren würde. Deshalb sorgte der Kieler Matrosenaufstand für die Ausbreitung landesweiter Proteste, der sogenannten Novemberrevolution. Nunmehr stellten die Aufständischen und Arbeiterschaft politische Forderungen an die Reichsführung. Sie wollten die Abdankung des Kaisers Wilhelm II. und die Einführung einer demokratischen Republik. Am 9. November 1918 erreichten die Aufstände schließlich Berlin. Während Phillipp Scheidemann von der SPD die Republik ausrief, wurde noch am selben Tag von Karl Liebknecht die sozialistische Republik ausgerufen. Diese Polarisierung mündete in einem provisorischen Rat der Volksbeauftragten. Für den 19. Januar 1919 wurden Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung festgelegt. Letztlich konnte sich die SPD bei diesen Wahlen, bei denen erstmals auch Frauen mitbestimmen durften, deutlich behaupten4.

Zeit der NS-Diktatur

Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur 1933 war die SPD wie alle anderen Parteien dem aggressiven Terror der NSDAP ausgesetzt. Am 2. Mai 1933 wurden Gewerkschaften von SS und SA gestürmt und deren Funktionäre in Konzentrationslager verschleppt. Am 22. Juni 1933 wurde die SPD verboten, während sich die NSDAP als einzig rechtsmäßige Partei Deutschlands erklärte5.

Nach 1945

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 war Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die Gründung der BRD im Westen und der DDR im Osten sollte deutlich unterschiedliche Staatssysteme zur Folge haben. Während in der BRD freie Wahlen und alle Parteien zu gelassen wurden, kam es in der DDR zu einer Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD. Die daraus gegründete SED sollte bis 1989 die politischen Richtlinien in der DDR bestimmen. Im Jahr 1968 formierte sich in der BRD eine Studentenbewegung, die die Aufklärung der NS-Vergangenheit und neue gesellschaftliche Strukturen und Bildungseinrichtungen forderte. Daher konnte Willy Brandt 1969 mit der sozialliberalen Koalition viele junge Wähler der 68er Revolution für die SPD gewinnen. Die BRD wurde in den Folgejahren weltoffener und liberaler. Die Reisegesetze mit der DDR konnten gelockert werden6.

Ära von Gerhard Schröder

Am 27. September 1998 wurde Helmut Kohl mit der CDU nach 16 Jahren von Gerhard Schröder als neuer Bundeskanzler abgelöst. Diese rot-grüne Koalition setzte sich als Ziel, steuerliche Entlastungen für Normalverdiener und die Zurückdrängung der Arbeitslosigkeit zu bewerkstelligen. Darüber hinaus wurden gesetzliche Mindestlöhne festgelegt und Arbeitnehmerrechte gestärkt. Nachdem Schröder bei der Bundestagswahl 2005 von Angela Merkel (CDU) abgelöst wurde, einigte sich die SPD auf eine Große Koalition mit der CDU7.






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