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Quellenverweise

Außenpolitik Hitlers

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Den Krieg hatte das NS-Regime von Anfang an gewollt. Es sollten aber nicht nur Gebiete zurückerobert werden, die durch den Versailler Vertrag verloren gegangen waren. Mit dem Krieg sollte insbesondere „Lebensraum im Osten“ geschaffen werden. Denn aus der Sicht der Nationalsozialisten war das Territorium zu klein, um das deutsche Volk dauerhaft ernähren zu können. In Hitlers Buch Mein Kampf machte dieser seine rassistischen Ideen populär. Das angestrebte „Großdeutsche Reich“ sollte sich über Polen bis weit nach Russland erstrecken1. Ein weiteres Ziel der nationalsozialistischen Politik war die rassische Neuordnung innerhalb Europas. Minderheiten wie Juden, Roma und Sinti sollten vernichtet werden, um die „arische“ Rasse aufzuwerten. Sie wurden als „lebensunwertes Leben“ angesehen, das es zu beseitigen galt2.

Sudetenkrise

Die politische Umwälzung wurde zunächst ohne weiteres hingenommen. Hitler konnte 1935 die Wehrpflicht wiedereinführen und rüstete militärisch auf. Die britische Regierung verhielt sich mit Premierminister Chamberlain sehr zurückhaltend und handelte nach dem Prinzip der Appeasement-Politik3. Erste militärische Nahziele Hitlers waren die Eroberungen von Österreich und der Tschechoslowakei, um den Gewinn von Nahrungsmitteln sicherzustellen. Nachdem das Deutsche Reich 1936 das entmilitarisierte Rheinland besetzt und 1938 Österreich annektiert hatte [Quelle], wurde die Sudetenkrise zum Brennpunkt des internationalen Konflikts. Im Münchener Abkommen kamen die europäischen Staatsmänner zu der Einigung, Deutschland die Eingliederung des Sudetenlandes zu gewähren [Quelle]. Schließlich wollten die Briten einem erneuten Weltkrieg aus dem Weg gehen.

Zerschlagung der Rest-Tschechei

Im März 1939 besetzten Truppen der deutschen Wehrmacht völkerrechtswidrig die „Rest-Tschechei“ und verstießen damit gegen das Münchener Abkommen4. Die Eroberung der Tschechoslowakei war für das NS-Regime aus strategischen Gründen wichtig, da dieser langgezogene Landstreifen weit nach Osteuropa führte. Das außenpolitische Ziel war nun der Angriff auf Polen. Auch für die europäischen Großmächte war unmissverständlich geworden, dass das NS-Regime keineswegs am Frieden in Europa interessiert war. Bei erster passender Gelegenheit sollte Polen erobert werden.

Hitler-Stalin-Pakt

Nach der gewaltsamen Eroberung der Tschechoslowakei entschlossen sich Großbritannien und Frankreich dazu, dem vom Überfall bedrohten Polen militärische Unterstützung zuzusagen. Sie verließen sich nun auf die Großmacht Sowjetunion, die im Osten Erzrivale des Deutschen Reichs war. Durch den Hitler-Stalin-Pakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion bekundeten die Staatschefs Neutralität in Bezug auf Polen. Nur eine Woche später, am 1. September 1939, marschierten deutsche Truppen dennoch in Polen ein und setzten den Startschuss für den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Denn der Pakt beinhaltete ein geheimes Zusatzprotokoll, das die Teilung Polens im Falle eines ernsthaften Konflikts festsetzte [Quelle]. Hitler sah darin die Möglichkeit, mit der Besetzung West-Polens eine Voraussetzung für den Krieg gegen die Sowjetunion und die Vernichtung des jüdischen Bolschewismus zu schaffen. Frankreich und Großbritannien kamen daraufhin ihren Verpflichtungen nach und erklärten Deutschland den Krieg5. Hier geht es zum Artikel über den Zweiten Weltkrieg.

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