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  • Auf dem Berliner Kongress wollte Bismarck als Auf dem Berliner Kongress wollte Bismarck als "Ehrlicher Makler" den Konflikt auf dem Balkan regeln
  • Der russische Zar stieß aufgrund Wilhelms Außenpolitik auf starkes MisstrauenDer russische Zar stieß aufgrund Wilhelms Außenpolitik auf starkes Misstrauen
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  • Kaiser Wilhelm II. strebte nach einem Kaiser Wilhelm II. strebte nach einem "Platz an der Sonne"

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Quellenverweise

Außenpolitik Wilhelm II.

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Die Außenpolitik unter Kaiser Wilhelm II. ist eine der Ursachen für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die Jahre zwischen 1890 und 1914 waren geprägt von imperialistischer Konkurrenz um Kolonien in Afrika, militärischer Aufrüstung und Nationalismus. Während Bismarck bis zu seiner Entlassung stets um eine europäische Friedensordnung bemüht war, setzte Wilhelm II. auf den Ausbau des Kaiserreichs zu einer imperialen Weltmacht und einen Platz an der Sonne.

Wandel der Bündnissysteme

Nach der Reichsgründung 1871 und dem Sieg über Frankreich erkannte Bismarck, dass die Franzosen sich aufgrund ihrer Niederlage gedemütigt fühlten.
Wegen dieser deutsch-französischen Erbfeindschaft setzte er alles daran, Frankreich international von anderen Großmächten wie Großbritannien oder Russland zu isolieren. Er errichtete ein Bündnis mit Österreich, den Zweibund, dem später auch Italien beitrat1. Durch den 1887 geschlossenen Rückversicherungsvertrag mit Russland erreichte Bismarck, dass eine Annäherung zwischen Russland und anderen Großmächten gegen das Deutsche Reich weiter verhindert wurde. Mit Wilhelm II. [Biographie] als Kaiser änderte sich im Jahr 1890 das europäische Bündnissystem. Er wollte mehr Machtanspruch haben und entließ Bismarck schließlich als Reichskanzler. Bei den europäischen Großmächten wuchs das Misstrauen gegenüber Deutschland aufgrund des aggressiven außenpolitischen Charakters. Bismarck wollte in seiner Regierungszeit den Konflikt mit Russland umgehen. Dies zeigte sich auf dem Berliner Kongress 1878, als Bismarck als Vermittler die Spannungen zwischen Österreich und Russland auf dem Balkan legen wollte2. Hier geht es zum Artikel über Bismarcks Bündnispolitik.

Flottenbaukonflikt

Besonders der Flottenbaukonflikt verschärfte die politischen Spannungen und verbündete die Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland gegen das Deutsche Reich. Wilhelm II. wollte durch den Bau von Kriegsflotten aus Deutschland eine maritime Großmacht machen. Um die notwendigen Kredite erhalten zu können, beeinflusste der Reichstag die Opposition zur Legitimierung von zwei Flottengesetzen3. Auf deutscher Seite war man bestrebt, neben wirtschaftlichen Vorteilen auch durch starke Aufrüstung eine bedeutende Position in Europa zu erlangen. Der Flottenbau stieß bei Großbritannien, als herrschende Seemacht, auf starkes Misstrauen. Folglich verbündeten diese Konflikte Großbritannien, Frankreich und Russland gegen das Deutsche Kaiserreich. Hier geht es zum Artikel über die Flottenbaupolitik.

Imperialismus

Ein weiterer Faktor für die wachsenden Spannungen innerhalb Europas war die imperialistische Konkurrenz der Großmächte um afrikanische Kolonien.
Bismarck hatte zum Kolonialismus stets eine defensivere Haltung als Kaiser Wilhelm II. Denn er hatte zurecht befürchtet, dass der Besitz von Kolonien aufgrund der ungünstigen geopolitischen Lage des Reiches zu weiteren Konflikten führen könne. Laut Bismarck war das Reich „saturiert“. Als der innenpolitische Druck auf Bismarck immer mehr zunahm, entschied er sich 1884 schließlich doch dazu, die ersten afrikanischen Gebiete unter deutschem Landbesitz zu stellen [Quelle]. Die imperialistische Expansion erfolgte schließlich mit der Entlassung Bismarcks im Jahr 1890. Kaiser Wilhelm II. wollte das Deutsche Reich zu einer Weltmacht ausbauen, wie es Großbritannien zu dieser Zeit war4. Die Briten nahmen einen überwiegenden Teil des afrikanischen Territoriums ein und waren unbestritten das große Empire. Die Aufrüstung  und der Konflikt um den Besitz von Kolonien waren es schließlich, die großen Einfluss auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatten.

» Hier geht es zur Quellensammlung 






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