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DDR Geschichte

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Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die Sowjetunion besetzte den ostdeutschen Raum, in dem die SMAD von 1945 bis 1949 die Übergangsregierung führte. Nachdem in Westdeutschland aus der Trizone die Bundesrepublik Deutschland geschaffen war, gründete die sowjetische Besatzungsmacht im Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik. Die Politik war gekennzeichnet vom Aufbau des Sozialismus, der durch die Russische Revolution verbreitet worden war.

Gruppe Ulbricht

Schon kurz vor Kriegsende 1945 war mit der Gruppe Ulbricht ein Kader von kommunistischen Politikern nach Berlin gereist. Sie hatten sich während der NS-Diktatur im russischen Exil befunden und wurden dazu beauftragt, die zukünftige Verwaltung in der sowjetischen Besatzungszone, also späteren DDR, zu übernehmen. Diese Funktionäre gehörten der KPD an, die die wichtigsten politischen Entscheidungen leiten und den Sozialismus aufbauen sollte. Ihrer Strategie nach müsste das System demokratisch aussehen, aber die tatsächliche Macht von der KPD ausgehen1.

Zwangsvereinigung SPD und KPD

Die Hoffnung darauf, die KPD könne zur stärksten politischen Kraft in der sowjetischen Besatzungszone werden, blieb zunächst erfolglos. Um eine einheitliche und mächtige Arbeiterpartei zu schaffen, war ein Bündnis mit den Mitgliedern der SPD nötig. Nur auf diese Weise konnte der Sozialismus nach Vorbild der Russen umgesetzt werden. 1946 kam es schließlich zu einem Zusammenschluss beider Parteien, der meist auch als Zwangsvereinigung bezeichnet wird. Die SPD hatte nämlich gegensätzliche Ziele als die KPD verfolgt und musste dieser Maßnahme quasi unter Repression und Bestechung zustimmen. Daraus ging schließlich die SED hervor, die bis 1990 die Richtlinien bestimmen sollte. Deren Vorsitzender, Walter Ulbricht [Biographie], verfügte über die politische Macht2.

Partei neuen Typus

Seit 1950 bekannte sich die SED nun aktiv zum Marxismus-Leninismus und gestaltete sich zur Partei neuen Typus [Quelle zur SED-Parteikonferenz]. Damit herrschte praktisch eine strenge Parteidisziplin, wobei innenpolitischer Widerstand für illegal erklärt wurde. Folglich beanspruchte die SED die Kontrolle über Staat und Gesellschaft und verfolgte somit einen strengen sozialistischen Kurs. Da die Abhängigkeit der DDR von der Sowjetunion weiterhin bestand, sollten hier die Ideale des Sozialismus umgesetzt werden. Um die Macht abzusichern, führte die SED das Ministerium für Staatssicherheit ein. Bespitzelung und Unterwerfung waren die Folge3.

Aufbau des Sozialismus

1951 führte die DDR den ersten Fünfjahresplan und damit die Planwirtschaft ein. Durch die Bodenreform waren schon vorher große Wirtschaftsflächen enteignet und verteilt worden. Ziel war die Kollektivierung der Landwirtschaft und die Umwandlung in Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften4. 1952 wurde der planmäßige Aufbau des Sozialismus beschlossen. Die Politik gestaltete sich eigentlich aber kaum demokratisch. Die Volkskammer war offiziell das mächtigste Organ. In diesem Parlament konnten neben der SED auch andere Parteien gewählt werden, die das Staatsoberhaupt der DDR bestimmten. Diese Wahlen fanden jedoch nach Einheitslisten statt, sodass die SED dauerhaft die meisten Stimmen erlangte und somit die politische Macht ausübte5. Die Gründe für das Scheitern der DDR werden hier ausführlich behandelt.

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