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Quellenverweise

Ost-West-Konflikt

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Nachdem sich die Spannungen im Kalten Krieg zunehmend verschärften, entfremdeten sich auch die beiden deutschen Teilstaaten und förderten die Abgrenzung zwischen Ost und West. Neue Feindbilder verunglimpften den jeweiligen Gegner als imperialistischer Klassenfeind oder kommunistisches-Satelliten-Regime. Erst durch die Neue Ostpolitik der sozialliberalen Bundesregierung konnten die Beziehungen zwischen BRD und DDR wieder verbessert werden.

Hallstein-Doktrin

Im Grundgesetz legte der Alleinvertretungsanspruch fest, dass sich die BRD die alleinige internationale Vertretung für beide deutsche Staaten vorbehält1.
Demnach erarbeitete das Auswärtige Amt unter der Leitung von Walter Hallstein im Jahr 1955 den Beschluss, dass die DDR nicht als völkerrechtlicher Staat anzuerkennen sei. Denjenigen Ländern, die die Hallstein-Doktrin ignorierten, drohte man mit dem Abbruch diplomatischer Beziehungen2. Bis 1969, als die sozialliberale Koalition mit Willy Brandt in die Regierung kam und die Neue Ostpolitik einleitete, blieb sie offiziell tatkräftig.

Stalin-Noten

Als 1949 beide deutsche Staaten gegründet worden waren, kam es zu dem Konflikt, wer die alleinige Vertretung des ganzen deutschen Volkes übernehmen dürfe.
Die Spaltung der BRD und DDR in zwei verschiedene Machtblöcke machte eine Wiedervereinigung unmöglich. Josef Stalin bot der Bundesrepublik 1952 ultimativ an, die deutsche Teilung zu beenden, wenn sie keinem Verteidigungsbündnis bzw. Machtsystem angehöre3. Die Westmächte lehnten dieses Angebot ab, da sie befürchteten, dass die Sowjetunion Gesamtdeutschland damit zu einem sozialistischem Staatssystem umformieren würde. Hier geht es zum Artikel über die Stalin-Noten.

Volksaufstand in der DDR

Die DDR konnte ihre Wirtschaft bei weitem nicht so schnell und erfolgreich stabilisieren wie in Westdeutschland. Die DDR-Regierung hatte 1951 einen Fünfjahresplan beschlossen, der die allgemeine Produktion verdoppeln sollte.
Als die Sowjetunion allmählich erkannte, dass dieser Plan nicht die gewünschten Erfolge erbrachte, kam es zu gravierenden Lohnsenkungen und zur Erhöhung der Arbeitsnormen4. Als Reaktion fanden an mehreren Orten in der DDR Generalstreiks statt, die am 17. Juni 1953 in einem Volksaufstand mündeten. Die Demonstranten erstürmten Parteibüros, Rathäuser, Gerichte und forderten den Rücktritt der Regierung. Daraufhin mobilisierten sich sowjetische Truppen, schlugen den Aufstand gewaltsam nieder und verhafteten mehrere tausend Menschen.

NATO und Warschauer Pakt

Die Konfrontationen im Ost-West-Konflikt hatten auch einen militärischen Wandel zur Folge. Die BRD trat durch den Deutschlandvertrag 1955 der NATO bei und versicherte den Westmächten Unterstützung gegen den Einfluss des sowjetischen Kommunismus in Europa5. Die Pariser Verträge regelten die Wiederbewaffnung der BRD. Noch im gleichen Jahr gründete die Sowjetunion als Gegensatz den Warschauer Pakt, der den militärischen Beistand der Ostblockstaaten sicherstellen sollte. Dies schloss beide deutschen Teilstaaten in zwei verschiedene Verteidigungsbündnisse ein, durch die sich sowohl Deutschland als auch die ganze Welt in zwei Machtblöcke teilte.

Mauerbau

Trotz der hohen Flüchtlingswelle versprach SED-Generalsekretär Ulbricht noch im Juni 1961, dass es zu keinem Mauerbau als Abgrenzung zum Westen kommen würde. In der DDR waren in den Vorjahren die vollen Grundlagen des Sozialismus geschaffen worden, die die meisten Menschen zur Flucht in die BRD bewegten6. Sie hatten erkannt, dass die Lebensverhältnisse im Westen durch den wirtschaftlichen Aufschwung deutlich besser waren. Die ansteigende Fluchtbewegung veranlasste die DDR-Regierung schließlich am 13. August 1961 dazu, alle Übergangswege nach Westdeutschland mit dem Bau der Berliner Mauer abzuriegeln [Quelle]. Somit mussten sich die Menschen im Osten damit abfinden, das sozialistische System eines Einparteienstaats zu akzeptieren.

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