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  • Helmut Kohl bestimmte die dritte Strophe des Deutschlandlied als Hymne des geeinten DeutschlandHelmut Kohl bestimmte die dritte Strophe des Deutschlandlied als Hymne des geeinten Deutschland

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Quellenverweise

Deutsche Nationalhymne

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Die deutsche Nationalhymne besteht aus der dritten Strophe des Deutschlandliedes. Ihre Geschichte geht bis zum Jahr 1813 zurück, als Ernst Moritz Arndt mit Des Deutschen Vaterland erstmals ein nationalbewusstes Lied verfasste. In der Folgezeit veränderten sich die Nationalhymnen aufgrund von Kriegen und neuen Regierungen mehrmals.

Was ist des deutschen Vaterland?

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die deutschsprachigen Einzelstaaten von französischen Truppen unter Leitung Napoleon Bonaparte besetzt. Gegen diese Fremdherrschaft empfanden die Deutschen erstmals ein gewisses Nationalgefühl und wuchsen zu einer Kulturnation zusammen. Als diese 1813 in den Befreiungskriegen gegen die Franzosen kämpften, verfasste Ernst Moritz Arndt ein Lied, in dem es um die Forderungen ging, die deutschen Kleinstaaten zu befreien und zu einem Nationalstaat zu vereinen. Auch im Deutschen Krieg 1866 wurden diese Strophen als Kampflied gesungen1.

Heil dir im Siegerkranz

Im Jahr 1871 hatten Preußens Truppen über Frankreich gesiegt und damit die Vormachtstellung in Europa entscheiden. Preußen vereinigte die deutschen Kleinstaaten mit sich als Oberhaupt zu einem Nationalstaat, dem Deutschen Kaiserreich. Folglich wurde das schon in Preußen altbekannte Lied Heil dir im Siegerkranz vom Kaiser übernommen, galt aber nicht als offizielle Nationalhymne2.

Deutschlandlied

Nach Ende des Ersten Weltkrieg 1918 waren die Tage des Kaiserreichs gezählt. In der neu gegründeten Weimarer Republik hatte die Kaiserhymne somit ihre Bedeutung verloren. Dennoch dauerte es noch vier Jahre, bis von Reichspräsident Ebert das Deutschlandlied zur offiziellen Nationalhymne erklärt wurde. Nachdem die Nationalsozialisten unter Führung Adolf Hitlers die Republik in eine Diktatur umgewandelt hatten, wurde nur noch die erste Strophe des Deutschlandlieds gesungen3.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nachdem Deutschland 1945 kapituliert hatte, verbot der Alliierte Kontrollrat den Gebrauch nationalsozialistischer und militärischer Grußformen. Zunächst gab es überhaupt keine gesetzliche Festlegung einer Nationalhymne. Bundeskanzler Konrad Adenauer und Bundespräsident Theodor Heuss setzten sich 1952 dafür ein, dass in der BRD die Dritte Strophe des Deutschlandliedes als offizielle Nationalhymne anerkannt wird. In der DDR wurde bereits 1949 das Lied Auferstanden aus Ruinen zum neuen Staatslied erklärt. Als sich die DDR 1974 scharf von der BRD abgrenzen wollte, durfte der Text jedoch nicht mehr gesungen werden4.

Nach der Wiedervereinigung

Als die deutsch-deutsche Wiedervereinigung 1990 durch den Einigungsvertrag geregelt wurde, kam auch die Frage über eine neue Hymne auf. Lothar de Maiziere schlug zunächst vor, die dritte Strophe des Deutschlandliedes mit einem Teil der alten DDR-Hymne zu vermischen. Bundeskanzler Helmut Kohl schloss diesen Zusatz aber aus und führte die Dritte Strophe des Deutschlandliedes als Nationalhymne des wiedervereinigten Deutschlands fort. Schließlich würde laut Kohl in dieser Strophe die freie Selbstbestimmung der Deutschen zur Einheit klar und deutlich formuliert5. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde die Hymne neben der schwarz-rot-goldenen Flagge deutlich populärer und illustrierte einen bis dahin kaum gezeigten deutschen Patriotismus.






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