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  • Schwarz-rot-gold galt schon im 19. Jahrhundert für die Forderungen nach nationaler Einheit DeutschlandsSchwarz-rot-gold galt schon im 19. Jahrhundert für die Forderungen nach nationaler Einheit Deutschlands
  • Im Kaiserreich und Dritten Reich trug das Staatssymbol schwarz-weiß-rotIm Kaiserreich und Dritten Reich trug das Staatssymbol schwarz-weiß-rot
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Quellenverweise

Deutsche Nationalflagge

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Die Nationalflagge der Bundesrepublik Deutschland ist das offizielle Staatssymbol und trägt die Farben schwarz-rot-gold. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde diese Farbkombination erstmals populär und schuf deswegen einen deutschen Patriotismus. Damals existierte Deutschland noch nicht als Nationalstaat, sondern war wie ein Flickenteppich in mehrere Einzelstaaten über Europa zerstreut.

Befreiungskriege

Nach der Französischen Revolution eroberte Napoleon mit französischen Truppen die Vorherrschaft in einigen Teilen Europas. Auch die deutschen Einzelstaaten waren davon betroffen. Da sie sich gegen diese Fremdherrschaft wehren wollten und sich militärisch verbündeten, entstand im Jahr 1813 während der Befreiungskriege erstmals ein deutsches Nationalgefühl. Die deutschsprachigen Gebiete wuchsen zu einer Kulturnation zusammen. Die Menschen schlossen sich in einer Armee, den Lützowschen Freikorps, zusammen. Weil deren Uniformen die Farben schwarz-rot-gold trugen, erweckte diese einheitliche Kleidung einen deutschen Patriotismus1.

Schwarz-rot-gold im Vormärz

Nachdem Napoleons Vorherrschaft 1815 beendet wurde, übernahmen europäische Monarchen wieder die Macht über die Politik und unterdrückten alle nationale Bewegungen in Europa. Auf dem Wiener Kongress beschlossen sie, die Gründung eines deutschen Nationalstaates zu verhindern und Frieden zu schaffen. Ansonsten wäre das alte System der hohen Monarchen gefährdet gewesen. In der Zeit des Vormärz ereigneten sich dennoch mehrere Ereignisse, bei denen sich vor allem Studenten und Professoren für die nationale Einheit Deutschlands einsetzten. Auf dem Wartburgfest und Hambacher Fest kamen die schwarz-rot-goldenen Farben demnach häufig zum Vorschein. Auch während der Revolution 1848/49 wurden die Flaggen vielerorts geweht2.

Flagge im Deutschen Kaiserreich

In den Jahren nach der Revolution 1848/49 wurde Preußen zur einflussreichen Großmacht in Europa. Zusammen mit den deutschsprachigen Einzelstaaten schloss sich Preußen 1871 nach kriegerischen Auseinandersetzungen zum Deutschen Kaiserreich zusammen. Der Preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck entschied sich aber für die Farben Schwarz-Weiß-Rot, da Schwarz-Weiß die Herkunft Preußens und das Rot die nördlichen Hansestädte symbolisierten. Demnach war abzusehen, dass die Politik im Kaiserreich zwischen 1871 und 1918 ganz nach den Interessen Preußens betrieben wurde. Dementsprechend gering waren die politischen Rechte der Menschen3.

Zeit des Nationalsozialismus

Nachdem die schwarz-rot-goldene Flagge in der Weimarer Republik seit 1919 wieder offizielles Staatssymbol geworden war, wurde 1933 die Hakenkreuzflagge der NSDAP populär. Gemeinsam mit der alten schwarz-rot-weißen Fahne des Deutschen Kaiserreichs galt sie zwischen 1933 und 1945 als Nationalflagge im Dritten Reich. Auf öffentlichen Anlässen waren stets beide Symbole am Fahnenmast zu hissen. Laut Diktator Adolf Hitler demonstrierten diese Farben Nationalgefühl, Arbeit und soziale Gerechtigkeit4.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Durch die Besatzung der Siegermächte waren die Nationalfarben des Dritten Reichs nach 1945 verboten. Nach vielen Meinungsverschiedenheiten setzten die Westmächte 1949 mit Inkrafttreten des Grundgesetzes erneut schwarz-rot-gold als Bundesflagge für die BRD ein. Auch die DDR übernahm diese Farben als Staatswappen. 1959 wurden dort zusätzlich die Symbole des Ährenkranzes mit Hammer und Zirkel eingefügt, um sich von der BRD abzugrenzen. Nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung wurden die Flaggen der Bundesrepublik 1990 schließlich auch in Ostdeutschland gültig. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ereinigte sich erstmals ein massenhaftes Auftreten der schwarz-rot-goldenen Flagge in der Nachkriegszeit. Nachdem der Umgang mit dem deutschen Nationalbewusstsein lange zurückhaltend war, kam es demnach im Sommer 2006 zu einer Art Revolution5.






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