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Vorgeschichte Erster Weltkrieg

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Die verschärften internationalen Konflikte waren eine Folge des Machtwechsels im Deutschen Kaiserreich. Während Bismarck als Reichskanzler stets einen Konflikt mit anderen Großmächten vermeiden wollte, stieg mit Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1888 ein machtsüchtiger Herrscher an die Krone. Deutschland sollte sich nun als Weltmacht etablieren und einen Platz an der Sonne sichern. Doch diese Politik nahm jede Provokation mit anderen Großmächten billigend in Kauf.

Kaiser Wilhelm II.

Mit der Kaiserkrönung Wilhelm II. [Biographie] und Bismarcks Entlassung 1890 veränderten sich die internationalen Beziehungen des Deutschen Kaiserreichs in dramatischer Weise. Bismarck war während seiner Amtszeit stets bemüht, eine europäische Friedensordnung zu bewahren.
Sein Ziel war es, Frankreich zu isolieren und ein Bündnissystem zu installieren, sodass für Deutschland ein Zweifrontenkrieg vermieden werden könne1. Kaiser Wilhelm II. vertrat völlig andere Absichten und wollte sein Reich zu einer imperialen Großmacht ausbauen. Diesbezüglich konnte er die Massen mit einem übersteigerten Nationalgefühl dazu bewegen, die Kolonialpolitik und den Imperialismus zu unterstützen.

Bündnissystem

Bismarcks langjährigen Bemühungen, einen Zweifrontenkrieg und eine diplomatische Verständigung zwischen Frankreich und Russland zu vermeiden, wurden mit dem außenpolitischen Kurswechsel seit 1890 hinfällig. Die Balkankrise hatte das Verhältnis der europäischen Großmächte schwer belastet. Da der 1887 geschlossene Rückversicherungsvertrag mit Russland nach Bismarcks Entlassung nicht verlängert wurde, näherten sich Russland und Frankreich in einer Militärkonvention2. Grundlegend für die zunehmenden Spannungen war vor allem der außenpolitische Charakter des Deutschen Reichs, das durch Kaiser Wilhelm II. jeden weiteren Konflikt mit anderen europäischen Großmächten billigend in Kauf nahm. Dazu gehörte auch die Durchsetzung des umstrittenen Flottenbauprogramms, das zum Deutsch-Britischen Wettrüsten führte. Wilhelm konzentrierte sich lediglich auf eine aggressive Außenpolitik, die Deutschland durch Eroberungen einen „Platz an der Sonne“ sicherstellen sollte. Hier geht es zum ganzen Artikel über Bismarcks Bündnispolitik.

Marokkokrise

Der Imperialismus um den Besitz von Kolonien führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts nochmals zu globalen Auseinandersetzungen. In der ersten Marokkokrise (1905/06) kam es zum Konflikt zwischen Frankreich und Deutschland um Marokko, da Frankreich mit Großbritannien engere Beziehungen pflegte und somit wirtschaftlichen Einfluss gewann. Bei der zweiten Krise erhob Deutschland weiterhin Einspruch gegen den französischen Anspruch auf die marokkanische Kolonie. Als Ausgleich wurde Deutschland ein Teil der französischen Kolonie im Kongo zugesprochen3.
Durch diese Debatten kam es verstärkt zur Verständigung zwischen Frankreich und Großbritannien. Die Balkankriege sollten schließlich dafür sorgen, dass die Spannungen zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten.

» Hier geht es zur Quellensammlung 






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