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Quellenverweise

Ausbruch und Verlauf

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Dass die brodelnden Spannungen zu einem Weltkrieg führen mussten, war schon seit längerem abzusehen. Schließlich gab der Mord an Österreichs Thronfolger Franz Ferdinand den passenden Anlass dafür, den Startschuss für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu geben. Dem aggressiven Imperialismus des Kaiser Wilhelm II. fehlte nun jede Vernunft und führte ganz Deutschland in einen nicht zu gewinnenden Krieg.

Der Schlieffen-Plan

Da das Deutsche Reich von Großbritannien, Frankreich und Russland eingekreist wurde, entwickelte der Generalstab der OHL einen militärischen Geheimplan für den drohenden Weltkrieg: den Schlieffen-Plan. Demnach sollten deutsche Armeen im Westen über Luxemburg und Belgien vormarschieren, um anschließend Frankreich in einem Blitzkrieg zu besiegen. So hätten sie die Westfront halten und gleichzeitig gegen Russland kämpfen können. Die Regierung fühlte sich aufgrund der zwei Fronten bedroht und bereitete sich für einen Präventivkrieg vor. Demnach wurde behauptet, dass der Krieg von den anderen Großmächten aufgezwungen worden sei1.
Auf der Thronrede im Jahr 1914 überzeugte Kaiser Wilhelm II. die Deutschen von seiner Burgfriedenspolitik. Somit stimmte das Parlament zu, die notwendigen Kredite für militärische Aufrüstung aufzubringen2. Diese Rede weckte in der ganzen Bevölkerung nationale Kriegsbegeisterung.

Kriegsausbruch

Der Mord am österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand durch den serbischen Attentäter Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 in Sarajevo erbrachte den Funken, der nötig war, die internationalen Konflikte eskalieren zu lassen [Quelle]. Viele ethnische Völker kämpften in den Balkankriegen für ihre Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. Gleichzeitig mischte sich Österreich in die Angelegenheiten Serbiens ein, während Russland die slawischen Volksgruppen unterstützte. Beide Großmächte gaben nicht nach. Franz Ferdinand beharrte eisern darauf, Serbien unter Vorherrschaft Österreichs zu stellen und erteilte allen Freiheitswünschen eine Absage. Nach dem Attentat folgte eine Reihe Kriegserklärungen unter den europäischen Großmächten. Österreich-Ungarn stellte Serbien ein Ultimatum, das vom Deutschen Reich unterstützt wurde3. Daraufhin mobilisierte Russland sein Heer und erklärte Serbien seine Unterstützung. Des Weiteren folgte auf die deutsche Kriegserklärung an Russland und Frankreich die Kriegserklärung von Großbritannien, weil sie in der Triple Entente verbündet waren.

Kriegsverlauf

Der Schlieffen-Plan der Obersten Heeresleitung, Frankreich in einem Blitzkrieg zu besiegen, führte zu keinem Erfolg. Der Angriff an der Westfront scheiterte und erstarrte zu einem Stellungskrieg. Bereits 1914 war es demnach für die deutschen Truppen kaum möglich, den Krieg noch für sich behaupten zu können. An der Ostfront war die deutsche Armee zunächst erfolgreich, wurden später jedoch durch die zwei Fronten niedergeschlagen. Ab 1916 wurde die Oberste Heeresleitung durch Paul von Hindenburg [Biographie] neu gebildet und regierte das Kaiserreich in Form einer Militärdiktatur.
Als Deutschland 1917 im uneingeschränkten U-Boot-Krieg britische Handels- und Passagierschiffe bedingungslos beschoss, griffen die USA in den Krieg ein und unterstützten die Briten4. Nach der Oktoberrevolution der Bolschewiki 1917 einigte sich Russland mit Deutschland im Friedensvertrag von Brest-Litowsk, einige Gebiete abzutreten. Dennoch konnte Deutschland den Krieg nicht mehr gewinnen. Der Kriegseintritt der USA 1917 erbrachte die Wende und zwang das Kaiserreich im Herbst 1918 zur Kapitulation. Später folgte der Versailler Vertrag, durch den Deutschland politisch isoliert werden sollte.

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