Biographien
  • Nelson Mandela gilt als einer der größten Widerstandskämpfer gegen die Rassenpolitik in SüdafrikaNelson Mandela gilt als einer der größten Widerstandskämpfer gegen die Rassenpolitik in Südafrika
  • In der Regierungszeit der National Party erfolgte in Südafrika selbst die WC-Benutzung nach RassentrennungIn der Regierungszeit der National Party erfolgte in Südafrika selbst die WC-Benutzung nach Rassentrennung
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  • Nach seiner Freilassung versöhnte er sich mit seinen politischen Gegner. Dafür erhielt er 1993 den FriedensnobelpreisNach seiner Freilassung versöhnte er sich mit seinen politischen Gegner. Dafür erhielt er 1993 den Friedensnobelpreis

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Nelson Mandela Biografie

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Nelson Mandela gilt als Legende im Kampf gegen die Rassentrennung. Als erster schwarzer Präsident Südafrikas ebnete er nicht nur den Weg, ein besseres Verhältnis zwischen Schwarzen und Weißen in Südafrika zu ermöglichen. Er gilt als auch einer der tapfersten Widerstandskämpfer, da er zunächst 27 Jahre lang im Gefängnis verbrachte und anschließend eine friedliche Lösung für eine demokratische und gleichberechtigte Regierungsform erreichen konnte. Andere bezeichnen ihn auch als Vater der Demokratie in Südafrika1.

Politische Anfänge

Mandela begann im Alter von 21 Jahren sein Studium an der Fort Hare Universität in Alice. Dieser Ort war eine der wenigen Zentren von Oppositionsbewegungen, die sich gegen die südafrikanische Regierung richteten. Er entwickelte dort erste politische Interessen und konnte einige Gleichgesinnte kennen lernen, mit denen er später einen erfolgreichen Widerstand gegen den Rassismus leisten konnte. Er trat 1943 der African National Congress bei und gründete mit der ANC Youth League eine ähnliche Organisation. Da in Südafrika mit der National Party eine Partei an der Macht war, die autoritär regierte und lediglich die Interessen der Weißen vertrat, waren die gesellschaftlichen Verhältnisse sehr ungerecht verteilt. Der Unterdrückung und Benachteiligung der Schwarzen sollte demnach ein Ende gesetzt werden2.

Apartheid-System

Seit den 1940er Jahren hatte die National Party die Regierung dominiert und machte die Rassentrennung mit dem Apartheid-System zum politischen Programm. Demnach erließen sie Gesetze durch das Parlament, die die Bürgerrechte einschränkten und Wohnstätten zwischen weißhäutigen Europäern und anderen Rassen trennten. Mandela galt als einer der bedeutendsten Anti-Apartheid-Kämpfer und organisierte mit der ANC eine breite Widerstandsbewegung gegen die rassistische Regierung, was Südafrika an den Rand eines Bürgerkriegs führte. Er setzte sich für die Umgestaltung der vorherrschenden Regierung ein und rief mit seiner Partei zum bewaffneten Kampf gegen den Rassismus auf3.

Verhaftung

Nachdem Mandela 1951 zum Präsident der ANC Youth League gewählt worden war, erlangte er eine immer wichtigere Position innerhalb der Oppositionsbewegung. Als die Radikalisierung mit dem Massaker von Sharpeville 1960 ihren Höhepunkt erreichte und Mandela zum bewaffneten Kampf gegen die Regierung aufrief, musste er 1962 ins Gefängnis. 1964 wurde er schließlich wegen Sabotage und Planung eines gewaffneten Angriffs zur lebenslanger Haft verurteilt. Während seine Aufenhalts im Gefängnis führte er sein Bachelor-Studium mit Fernkursen an der London University fort. Da sich der Widerstand in den 1980er Jahren immer mehr verstärkte und die Regierung nun auch international wegen ihrer Rassenpolitik isoliert worden war, überdachte sie schließlich ihre Politik. 1990 wendete sich das Blatt, da Demonstrationen und Sanktionen nicht mehr zurückzuhalten waren4.

Wahl zum Präsident

Durch die außenpolitische Isolation entmachtete sich die National Party selbst und entließ Freiheitskämpfer Mandela 1990 schließlich aus dem Gefängnis. Seitdem verschwand das Apartheid-System allmählich aus der Gesetzgebung, das Verbot der ANC wurde aufgehoben. Mandela erlangte wiederum politischen Einfluss, rief aber dennoch nicht zu einem bewaffneten Kampf gegen seine politischen Gegner auf, sondern ebnete den Weg zu einer friedlichen Versöhnung der zerstrittenen Parteien. Dadurch erhielt Mandela zusammen mit de Klerk 1993 den Friedensnobelpreis. Ein Jahr später konnte er in den ersten freien Wahlen Südafrikas zum Präsident gewählt werden. Er schlug vor, ein nichtrassisches, geeintes und demokratisches Land aufzubauen5. Auch wenn sich die Lage der Millionen schwarzen Bürger nur geringfügig verbessern konnte, so war Mandela maßgeblich daran beteiligt, dass Unterdrückung und Rassismus gegen die dunkelhäutige Bevölkerung beendet werden konnten. Daher gilt er als großes Vorbild dafür, dass alle Menschen – unbedacht der Hautfarbe – die gleichen Rechte besitzen sollten.






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