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  • Erst Kaiser Aurelian (270 bis 275) konnte die Reichseinheit wiederherstellen. Er beseitigte die Sonderreiche an den Grenzen wiederErst Kaiser Aurelian (270 bis 275) konnte die Reichseinheit wiederherstellen. Er beseitigte die Sonderreiche an den Grenzen wieder
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Quellenverweise

Die Soldatenkaiser

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Im 3. Jahrhundert geriet das Römische Reich in eine tiefe Krise. Aufgrund aufkommender Völkerwanderungen, die die Grenzen des Reiches bedrohten, verlor die kaiserliche Macht in Rom an Bedeutung. Die aufwendige Verteidigung an den Grenzgebieten am Rhein, Donau und Euphrat führte dazu, dass sich einzelne Soldaten von ihrer Armee zum neuen Kaiser ausriefen ließen. Es begann die Zeit der Soldatenkaiser.

Völkerwanderungen

Um 200 kam es zu einigen Völkerwanderungen, die die Grenzen des Römischen Reiches auf eine harte Probe stellten. Am westlichen Rhein schlossen sich germanische Stämme, wie Alemannen und Franken, zu größeren Einheiten zusammen. An der mittleren Donau ließen sich die Markomannen, an der unteren Donau die Goten nieder. Im Osten entstand 224 das Neupersische Reich der Sassaniden, das sich zu einem gefährlichen Rivalen entwickelte. Dies wurde für Rom zu einem ernsthaften Problem, weil es gleichzeitig von mehreren Seiten bedroht wurde. Die Grenzen waren von Plünderungen nicht mehr sicher.

Innere Instabilität

Dass der Kaiser für äußere und innere Stabilität sorgen konnte, war nun vorbei. Nachdem Kaiser Commodus 192 ermordet wurde, spaltete sich die Armee an verschiedenen Grenzgebieten in konkurrierende Parteien auf. Die Severische Dynastie scheiterte an ihren Plänen, die kaiserliche Zentralgewalt zu stärken. Mit Maximinus Thrax, der 235 neuer Kaiser wurde, begann die sogenannte Epoche der Soldatenkaiser. Sie entstammten meistens nicht mehr aus dem Adel, sondern waren Berufssoldaten, die den Herrschaftsanspruch für sich behaupten wollten. Bis 285 folgten zahlreiche Usurpationen und Bürgerkriege1.

Außenpolitische Probleme

An den Grenzen am Rhein, Donau und Euphrat wurde die Instabilität des Römischen Reiches offensichtlich. Es war nicht in der Lage, die gleichzeitigen Grenzeinfälle abzuwehren. Am Kapatenbogen musste die Provinz Dacia geräumt werden. 260 gaben die Römer den obergermanisch-rätischen Limes auf. Auch Gallien, Spanien und Italien wurden von außen angegriffen. Selbst die Kaiser fielen den Barbareneinfällen zum Opfer: 251 starb Decius im Kampf gegen die Goten; 260 geriet Valerian unter persische Gefangenschaft. Die Bedeutung der Zentralregierung ging zurück. Die politische Bedeutung verlagerte sich an die Grenzen. Da eine zentral organisierte Verteidigung aussichtslos war, bildeten sich an den bedrohten Grenzen eigene Herrschaftsgebiete. In Gallien gründete Postumus 259 das Gallische Sonderreich. Im Osten wurde Odaenathus zum Verwalter des gesamten Orients. Damit sollten die betreffenden Grenzen ausreichend gesichert werden2.

Folgen

Die Lage verbesserte sich wieder für das Römische Reich. 273 stabilisierte Kaiser Aurelian das Reich und ließ die Sonderreiche an den Grenzen wieder beseitigen. Rom war durch diese Krise aber stark geschwächt worden. Durch die Raubzüge wurden wichtige Ressourcen geplündert, was sich negativ auf die Wirtschaft auswirkte. Das Währungssystem brach zusammen. Der Silbergehalt eines Denars wurde immer geringer. Geldentwertung und ansteigende Preise waren die Folge. Diese Umstände führten allmählich den Untergang des Römischen Reiches herbei.






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