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  • Da sich Karl I. vom Parlament unabhängig machen wollte, kam es 1642 zum Englischen BürgerkriegDa sich Karl I. vom Parlament unabhängig machen wollte, kam es 1642 zum Englischen Bürgerkrieg
  • Unter Oliver Cromwells Führung wird 1649 in England die Republik ausgerufenUnter Oliver Cromwells Führung wird 1649 in England die Republik ausgerufen
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  • Nach der Glorreichen Revolution wird 1689 Wilhelm III. von Oranien als König eingesetztNach der Glorreichen Revolution wird 1689 Wilhelm III. von Oranien als König eingesetzt

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Glorious Revolution

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Die Glorreiche Revolution 1688/89 leitete in England eine politische Wende ein. Sie beendete die Herrschaft des königlichen Absolutismus und setzte mit dem Bill of Rights eine Voraussetzung für die Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems. Dabei stützten sich die Revolutionäre auf die im Jahr 1215 unterzeichnete Magna Charta. Seitdem konnte der König nur noch in Abhängigkeit vom Parlament regieren.

Herrschaft der Stuarts

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts herrschte in England die königliche Familie der StuartsJakob I. machte sich innerhalb der Bevölkerung unbeliebt, da er die Macht des Königs stärken wollte und das Parlament nur selten einberief. Da die Monarchie aber nur über bescheidende eigene Finanzquellen verfügte, war sie wegen Geldbewilligung vom Parlament abhängig. Deren Abgeordnete wollten den König wiederum nicht zu mächtig werden lassen und schränkten seine Rechte mit der Petition of Right ein1. 1625 wurde Karl I. Nachfolger des Königsthrons und löste das Parlament auf. Da er somit 11 Jahre allein regierte und einen Konfrontationskurs gegen Puritaner und anderen evangelischen Gruppen steuerte, gingen nun auch Protestanten zur politischen Opposition über. Diese Umstände mündeten 1642 im englischen Bürgerkrieg.

Englischer Bürgerkrieg

Da Karl I. einen Konflikt mit Schottland provozierte und Truppen zum Widerstand stellen musste, berief er 1640 das sogenannte Kurze Parlament ein. Dieses nutzte nun die Gelegenheit, wollte die Macht des Königs einschränken und Bischöfe aus dem Oberhaus ausschließen. Die Mehrheit setzte sich sogar das Ziel, die Regierung selbst zu übernehmen. Das Lange Parlament verbündete sich mit Schottland und stellte ein eigenes Heer auf, dessen Soldaten sich aus dem radikalen Flügel des Protestantismus rekrutierten. Dies führte 1642 zum Ausbruch des Bürgerkriegs. Nachdem die dem König unterstellten Truppen besiegt werden konnten, kam es zum politischen und kirchlichen Konflikt. Während ein Teil des Parlaments die Monarchie nicht ganz abschaffen wollte und den Calvinismus bevorzugte, wollte der Rest keinen König mehr über sich haben und neigte zum Puritanismus. Unter Oliver Cromwells Führung konnte die revolutionäre Armee das Parlament besiegen und entfernte die calvinistischen Abgeordneten aus dem Parlament. 1649 wurde König Karl I. zum Tode verurteilt und die Republik ausgerufen2.

Republik und Rückkehr zur Monarchie

Englands Lordprotektor Cromwell konnte kurz nach seiner Machtübernahme Irland und Schottland unter englischer Herrschaft stellen und machte sie von sich abhängig. Er führte eine erfolgreiche Außenpolitik und baute England zur führenden See- und Handelsmacht aus. Innenpolitisch war er aber nicht in der Lage, für Stabilität zu sorgen und eine verfassungsgemäße Grundlage zu schaffen. Als er 1658 starb, wurde demnach die Rückkehr zur Monarchie von mehreren Seiten angestrebt. Somit wurde das englische Heer 1660 von radikalen Elementen entfernt und ein arbeitsfähiges Parlament gewählt. Karl II. wurde zum König ernannt. Unterdessen entstand ein innenpolitischer Konflikt zwischen den Whigs und Tories. Nachdem bekannt worden war, dass Karls Nachfolger Jakob II. im höheren Alter zum Katholik konvertiert hatte, wollten die Whigs seine Thronkandidatur unbedingt verhindern, da sie eine Rekatholisierung in England befürchteten. Die Tories sahen wiederum die staatliche Ordnung gefährdet und stellten sich den Whigs entgegen3.

Glorreiche Revolution

Da die Tories über eine Parlamentsmehrheit verfügten und Jakob II. 1685 zur Thronfolge verhelfen konnten, drohte der Konflikt mit den Whigs zu eskalieren. Jakob II. neigte zum Absolutismus und wollte dem Katholizismus in England Bewegungsfreiheit verschaffen. Da er 1688 einen Sohn zur Welt brachte und damit die Aussicht auf einen protestantischen Nachfolger verhindert wurde, erhöhten die Whigs ihre Proteste. Sie wollten ohnehin eine drohende Rekatholisierung verhindern. Da die Tories den Widerstand nicht mehr aufhalten konnten, riefen sie gemeinsam Jakobs älteste Tochter und ihren calvinistischen Gatten Wilhelm III. aus den Niederlanden zur Übernahme der Herrschaft nach England. Während ihm die Krone problemlos übergeben werden konnte, flüchtete Jakob nach Frankreich. Nach der „Glorious Revolution“ blieb die Monarchie zwar bestehen, aber die politischen Rechte des Parlaments wurden gestärkt. Demzufolge entstand in England die konstitutionelle Monarchie. Mit den „Bill of Rights“ wurde der König dazu verpflichtet, bürgerliche Rechte und Freiheiten zu respektieren. Als Basis für Durchsetzung dieser Forderungen diente die 1215 unterzeichnete Magna Charta. Diese Ideen, die grundlegend für das Zeitalter der Aufklärung wurden, gingen später auf andere Staaten über und begründeten neue Verfassungen für die USA und Frankreich4.






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1688/89


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